Darf ich vorstellen - die SDGs

Wiebke Brüssel

Oktober 2018

 

Im Jahr 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die „Sustainable Development Goals“ (kurz SDGs) – weltweite Ziele zur nachhaltigen Entwicklung. 17 Hauptziele (und zahlreiche Unterziele) sollen in allen Ländern dafür sorgen, dass die Welt zu einem lebenswerten Ort für jeden wird. Dazu gehört auch das Abwenden der aktuell drohenden Klimakatastrophe.

Diese Ziele sind:

  • Keine Armut,

  • Gesundheit und Wohlergehen,

  • Hochwertige Bildung,

  • Geschlechtergerechtigkeit,

  • Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen,

  • Bezahlbare und saubere Energie,

  • Menschenwürdige Arbeit und Wachstum

  • Industrie, Innovation und Infrastruktur,

  • Weniger Ungleichheiten,

  • Nachhaltige Städte und Gemeinden

  • Nachhaltige/r Konsum und Produktion,

  • Maßnahmen zum Klimaschutz,

  • Leben unter Wasser

  • Leben an Land

  • Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen,

  • Partnerschaften zum Erreichen der Ziele.

Hat das jetzt etwas mit Strategie zu tun? Na klar! Wir alle leben in dieser Welt und hinterlassen sie zurzeit in einem viel schlechteren Zustand als sie noch vor wenigen Jahren war. Das können wir ändern. Je nach Branche gibt es dafür mehr oder weniger gute Möglichkeiten. Ein Industriebetrieb kann vielleicht größere Verbesserungen erreichen als ein kleiner Dienstleister. Doch eigentlich spielt die Größe keine Rolle. Wichtig ist nur, dass wir uns alle daran beteiligen.

 

Auch sehr kleine KMU-Unternehmen wie unser Strategiebüro können einen Beitrag leisten. Hier sind einige Beispiele für „unsere“ SDGs:

 

Geschlechtergerechtigkeit: Das können wir als Unternehmerinnen und Unternehmer komplett selbst steuern. Bei uns im Strategiebüro beträgt die Frauenquote 50%.

 

Im Bürobetrieb lassen sich die SDGs Nachhaltige/r Konsum und Produktion und Maßnahmen zum Klimaschutz beeinflussen:

  • Wir nutzen Öko-Strom.

  • Alle Leuchtmittel wurden auf LED umgestellt.

  • Das Gebäude ist gedämmt und spart so Energie.

  • Das Geschäftsfahrzeug (kein Diesel) ist sparsam. Die Größe ist an unseren Bedarf angepasst.

  • Wir prüfen beim Einkauf von Büromaterial, ob es eine umweltfreundliche Alternative gibt.

  • Bei Werbematerialien achten wir darauf, etwas auszuwählen, dass wirklich verwendbar ist. Plastik-Artikel vermeiden wir.

  • Wenn uns Kunden besuchen, bekommen sie Bio-Fairtrade-Kaffee und -tee und möglichst das gute Bremer Leitungswasser.

  • Wir bewahren die meisten Dokumente inzwischen in gescannter Form auf (soweit rechtlich zulässig). Das spart Lagerfläche und das wiederum Energie und Arbeit.

Das SDG „Leben an Land“ beeinflussen wir auf unserem Firmengelände (das auch unser Garten ist). Es gibt so viele bienenfreundliche Pflanzen wie möglich, kleine Verstecke und Wasserschalen für Insekten und andere Tiere – und keine Pestizide oder Herbizide. Die Belohnung: Ein Nachbar ist Imker und versorgt uns mit Honig, der wohl zum Teil auch auf unserem Gelände gesammelt wurde.

 

Beim Thema „Leben im Wasser“ verschwimmen Bürobetrieb und Haushalt. Wir kaufen so wenig Plastikverpacktes wie möglich – sowohl für private als auch für Firmennutzung. Gereinigt wird mit selbstgemachten ökologischen Reinigern (gibt es in ähnlicher Qualität auch zu kaufen).

 

Noch mehr können wir durch unsere Arbeit bewegen:

  • In jedem Projekt prüfen wir, ob und inwieweit das Thema „Umwelt“ eine Rolle spielt und damit Teil des Projektes wird.

  • Wir unterstützen ehrenamtlich eine Bremer Organisation, die kostenlos Essen an Bedürftige verteilt. Dabei stellen wir Wissen und Fähigkeiten für deren Projekte zur Verfügung. So leisten wir einen kleinen Beitrag zum Ziel Kein Hunger.

  • Durch Unternehmer-Seminare für zukünftige Gründerinnen und Gründer in Afrika konnten wir in diesem Jahr zu den Zielen Hochwertige Bildung und Keine Armut beitragen. Gerade in Afrika werden viel mehr Jobs gebraucht. Ähnliche Projekte sind bereits in der Pipeline.

Wer größer ist, kann mehr bewegen. Ausbildungsbetriebe können viel beim Thema „Hochwertige Bildung“ erreichen. Wer eine gute Unternehmenskultur hat, sorgt für  „Gesundheit und Wohlergehen“ der Belegschaft. Wer Angestellte so bezahlt, dass sie davon leben können,  tut viel für die Ziele „Keine Armut“ und „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“. Und in Zeiten eines steigenden Fachkräftemangels sollten auch die letzten Unternehmer verstehen, dass „Geschlechtergerechtigkeit“ selbstverständlich ist.

 

Wichtig dabei ist es, immer mal wieder den eigenen Umgang mit Ressourcen zu überdenken. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu ändern. Und wie viele erfolgreiche Unternehmen zeigen, kann man trotzdem wirtschaftlich erfolgreich sein. Das ist doch eine schöne Vision – und da sind wir wieder beim Thema „Strategie“.

 

Wer mehr wissen möchte, findet hier viele Informationen: http://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/17_ziele/index.html. Wenn Sie auch Jüngeren dieses Thema nahebringen möchten, empfehle ich diese Website: https://www.lafez.bremen.de/publikationen-1471.

 

Viel Spaß und Erfolg bei Ihren persönlichen Beiträgen zu den Sustainable Development Goals.

 

Über die Autorin:

 

Wiebke Brüssel ist Diplom-Betriebswirtin. Seit 2013 ist sie Geschäftsführende Gesellschafterin des Strategiebüro Bremen.

 

Weitere Informationen zu Wiebke Brüssel und Kontakt:

 

Das Team des Strategiebüro Bremen begleitet Unternehmen und Institutionen im privaten und öffentlichen Bereich bei der Durchführung erfolgreicher Workshops – von individuellen Themen bis zur Entwicklung von Zukunftsstrategien. Wir sind Mitglied des Digitalisierungs-Beraterpools der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

 

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Dieser Beitrag erschien im Oktober 2018 auf den Exxtra Seiten Bremen
(
www.exxtraseiten.de).

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